Die Behandlung des grauen Stars
Im Frühjahr 2010 wurde das Augenärztliche Operationszentrum Landau eröffnet.
Hier werden schwerpunktmäßig ambulante Operationen des grauen Stars durchgeführt. Diese Operation wird in ihrer modernsten Technik ohne Narkose oder Betäubungsspritze durchgeführt. Der Patientin/dem Patienten werden lediglich Betäubungstropfen in den Bindehautsack eingeträufelt. Daher müssen blutgerinnungshemmende Medikamente (Markumar®) vor einer Staroperation nicht mehr abgesetzt werden.
Der graue Star (Katarakt) ist eine Erkrankung, die zu einer fortschreitenden Trübung der Augenlinse führt. Sie tritt vorwiegend im Alter auf. Die Eiweißstrukturen der Linse verändern sich und die Lichtdurchlässigkeit nimmt ab. Dies führt zu einer Abnahme des Sehvermögens bis hin zur Erblindung. Augen- oder Stoffwechselerkrankungen, Strahlenexposition und Medikamente kommen nur in Einzelfällen als Ursachen in Betracht.
Der graue Star ist die häufigste Erblindungsursache weltweit, besonders in Ländern, in denen keine modernen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Die durch den grauen Star hervorgerufenen Beschwerden sind vielfältig. Dazu gehören zunehmendes Nebel- oder Schleiersehen, unscharfe Bilder, Doppeltsehen oder Nachlassen der Farbwahrnehmung, Blendung bei Nacht, Kränze um helle Lichter.
Bis heute ist die einzige erfolgversprechende Therapie des grauen Stars die Operation.
Dieser Eingriff dauert ca. 7-15 Minuten und gliedert sich in zwei Abschnitte.
Zunächst wird das trübe Linsenmaterial entfernt, anschließend eine künstliche Augenlinse eingesetzt.
Im Augenärztlichen Operationszentrum Landau kommt routinemäßig das gegenwärtig fortschrittlichste Behandlungsverfahren, die Phakoemulsifikation zum Einsatz. Ein winziges Hohlmesser wird durch einen circa 2,4 mm großen Schnitt in das Auge eingeführt.
Es vibriert an seiner Spitze mit einer Frequenz von 40.000 Schwingungen pro Sekunde. Sie zerkleinert das getrübte Gewebe mithilfe von Ultraschallenergie so weit, dass es sich durch die Öffnung absaugen lässt.
Die Linsenkapsel bleibt in der Regel im Auge. Sie dient als "Tasche" für die neue Kunstlinse. Durch den kleinen Schnitt ein Wundverschluss ohne Naht möglich.
Die Linsenkapsel wird gründlich gesäubert, anschließend eine künstliche Augenlinse eingesetzt. Sie bleibt auf Dauer im Auge.
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Zerkleinern und Absaugen des Linsenkerns |
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Eingriff im Augenärztlichen Operationszentrum |
Durch die Operation kann eine bestehende Kurz- oder Weitsichtigkeit reduziert oder sogar aufgehoben werden. Das Sehen in der Ferne ist ohne Brille möglich, es muß nur noch eine Lesebrille getragen werden.
Wenn Patientinnen/-en in Ferne und Nähe ohne Brille gut sehen möchten, empfiehlt sich die Einpflanzung einer sogenannten Multifocal-Linse. Diese Sonderlinsen ermöglichen ein Leben ohne Brille.
Eine individuelle Anpassung und Beratung im Vorfeld der Operation ist unabdingbar. Leider werden die Kosten für diese Linsen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nur zum Teil übernommen.
Komplikationen sind bei der modernen Staroperation sehr selten. In den ersten Tagen nach der Operation können leichte Beschwerden wie Fremdkörpergefühl, verstärkter Tränenfluss, Blendempfindlichkeit und Verschwommensehen auftreten. Diese Beschwerden verschwinden von selbst.
Schwere Komplikationen, die einen Sehverlust des Auges zur Folge haben sind in der Hand eines geübten Chirurgen extrem selten. Dazu gehören eine Infektion im Auge sowie eine Blutung.
Beste Aussichten
Bei Patienten ohne Vorerkrankungen am Auge erreicht man durch die Katarakt-Operation eine sehr gute Sehschärfe. Lesen oder Auto fahren ist wieder mühelos möglich.
Bei Patienten mit komplexeren Augenerkrankungen lässt sich häufig eine Verbesserung der Sehqualität erzielen.
Online-Terminvereinbarung
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Copyright © 2012 Dr. med. M. Hoffmann · Dr. med. B. Wehrle · Dr. med. K. Jörg · Fachärzte für Augenheilkunde
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