Die altersbedingte Maculadegeneration
Die altersbedingte Maculadegeneration ist eine Erkrankung der Netzhautmitte (Abb.1), die typischerweise ältere Patienten betrifft, jedoch in einigen Fällen bereits in jüngeren Jahren auftritt.
Bei dieser Erkrankung werden die lichtempfindlichen Sinneszellen der Netzhaut an der Stelle des schärfsten Sehens geschädigt. Diese Schädigung ist neueren Studien zufolge nicht eine Durchblutungsstörung der Ader- und Netzhaut, sondern eine komplexe bisher weitgehend ungeklärte Stoffwechselstörung.
Die Beobachtung, dass besonders wenig pigmentierte blaue Augen häufiger an der altersbedingten Maculadegeneration erkranken als stark pigmentierte braune Augen, hat zu der Vermutung geführt, dass möglicherweise Lichtstrahlung ursächlich für die Entstehung dieser Erkrankung verantwortlich ist.
Im Anfangsstadium der Erkrankung bemerkt der Patient häufig im Zentrum seines Gesichtsfeldes einen verschwommenen Fleck, er sieht beim Lesen Buchstaben und Linien verzerrt. Im Spätstadium kann es zu einem weitgehenden Verlust der zentralen Sehschärfe kommen, d.h. Gesichter können nicht mehr erkannt (Abb2) und Text kann nicht mehr gelesen werden.
Das periphere Gesichtsfeld bleibt jedoch erhalten, so dass im vertrauten Umfeld (häusliche Umgebung) immer eine Orientierung möglich ist.
Man unterscheidet zwei Verlaufsformen der altersbedingten Maculadegeneration:
Die trockene Form (ohne Flüssigkeitsaustritt im Netzhautbereich) führt zu einem sehr langsam fortschreitenden Sehverlust.
Bei der feuchten Form kommt es zu einer Gefässneubildung in der Netzhautmitte, einem Flüssigkeits- und Blutautritt und zu einer Schwellung an der Stelle des schärfsten Sehens. In aller Regel ist ein rasch fortschreitender und ausgeprägter Abfall der Sehschärfe die Folge. Das Endstadium ist eine Narbe in der Netzhautmitte.
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Trockene Maculadegeneration
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Feuchte Maculadegeneration
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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Durchblutungsfördernde Medikamente helfen in der Regel nicht.
Vitaminpräparate können bei bestimmten Stadien der trockenen Maculadegeneration das Fortschreiten verzögern. Grundlage dieser Therapie ist die AREDS-Studie (Aged related eye desease study) des National Eye Instituts , bei der ein Cocktail aus 500 mg Vitamin C, 400 internationale Einheiten Vitamin E, 15 mg beta-Carotin, 80 mg Zink und 2 mg Kupfer verabreicht wurde.
Neue Medikamente wie Fenretinide befinden sich gerade in der klinischen Prüfung.
Da als ursächlicher Faktor der altersabhängigen Maculadegeneration Lichtstrahlen diskutiert werden, wird als Vorbeugung ein lebenslanger Lichtschutz ( z.B. Sonnenbrille) empfohlen. Der Nutzen ist derzeit noch nicht bewiesen.
Als Hauptrisikofaktor für die Maculadegeneration gilt das Rauchen. Daher wird dringend eine Nikotinabszinenz empfohlen.
Bei einigen Fällen der feuchten Maculadegeneration kann durch eine Laserbehandlung oder Operation nach vorausgegangener Farbstoffuntersuchung ein Flüssigkeitsaustritt gestoppt und das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden.
Die neueste Therapie der feuchten Maculadegeneration ist die sogenannte intravitreale Injektion (Injektion in den Glaskörper) von Medikamenten ("Vegf-Inhibitoren"). Darunter versteht man Medikamente, die die Neubildung von Gefässen unterdrücken. Inder Regel sind mehrere Behandlungen im Abstand von einigen Wochen erforderlich, bei manchen Patienten muss die Therapie sogar öfters wiederholt werden.
Eine zusätzliche Therapiemöglichkeit ist die Akupunktur. Durch die Aktivierung von Energien wird ein verbesserter Seheindruck erzielt.
In allen übrigen Fällen kann häufig nur mit vergrößernden Sehhilfen ( Lupen, Fernrohrsystemen und Bildschirmlesegeräten) eine Lesefähigkeit erhalten werden.
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Copyright © 2012 Dr. med. M. Hoffmann · Dr. med. B. Wehrle · Dr. med. K. Jörg · Fachärzte für Augenheilkunde
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